Mittwoch, 4. Juni 2014

Dublin

Bereits am Vorabend sind wir mit dem Bus in Dublin angekommen. Bei einer kleinen Rundfahrt haben wir uns einen Überblick über die Sehenswürdigkeiten verschafft. Am Tag haben wir uns erst einmal "unters Volk" gemischt. Wir waren mit unseren Freunden aus Arnstadt und Berlin shoppen und sind durch einige Pubs gezogen. Es war einfach nur toll! Am Abend sind wir nach einem 3-Gänge-Menü mit wunderbaren Steak noch Spazieren gegangen. Zum Schluss sind wir in der Tempel Bar des Arlington Hotels "hängen" geblieben. Bei irischer Musik und Tänzen haben wir uns fantastisch amüsiert. Schon bei den ersten Takten der Musik konnte ich meine Füße nicht mehr still halten. Schon an diesem Abend haben wir uns entschieden, dass wir nicht das letzte Mal in Irland sein würden.

Hier gab´s Mittagessen









Diese wunderschönen bunten Häuser sind ganz nach meinem Geschmack!

Hier kann man mit einem Schloss Geheimnisse für immer wegschließen.

Das letzte Abendmal mal anders :-)




Einmal quer durch Dublin mit Kathrin und Frank und Uta mit Ingo.







Die Nadel in Dublin ist 63 m hoch, am unteren Ende hat sie einen Durchmesser von 3 m und oben 16 cm.

Dienstag, 3. Juni 2014

Belfast

Nach dem Frühstück lernten wir die Hauptstadt Nordirlands bei einer Stadtrundfahrt kennen. Wir durften die City Hall und andere Gebäude im klassischen Renaissance-Stil bewundern. Auch hier war das Bild der Stadt von vielen Wandmalereien, die die Geschichte der Stadt widerspiegelten, geprägt.
Wir entschieden uns dieses Mal gegen einen Stadtbummel. Unsere ganze Neugier galt dem Titanic-Museum, einer der neuesten Attraktionen von Belfast und - was soll ich sagen - es hat sich absolut gelohnt. Hier wurde die Geschichte des Passagierschiffes Titanic von dessen Entstehung in der Werft in Belfast bis zu dessen Untergang, sowie der Entdeckung 1985 in 4500 m Tiefe im eisigen Wasser verarbeitet. Man wurde bei dem Besuch dieses Museums ein Teil der Geschichte. Wer also demnächst oder etwas später nach Belfast reist, sollte es nicht versäumen, dem äußerlich schon ungewöhnlichen Gebäude einen Besuch abzustatten.





Titanic-Museum Belfast



















Montag, 2. Juni 2014

Derry/Londondarry

Mit etwas gemischten Gefühlen fuhren wir dann weiter nach Derry.  Der Ort hieß früher nur Derry, weil aber die Besiedlung von der Britischen Regierung staatlich subventioniert wurde, wurde die zweitgrößte Stadt Nordirlands fortan Londondarry genannt.  Ständig kam es zu zum Teil blutigen Auseinandersetzungen zwischen den protestantischen Loyalisten und den katholischen Einwohnern der Stadt, die ihren Höhepunkt am 30.01.1972 am Blutsonntag fanden. 10000  friedliche unbewaffnete Demonstranten wurden in Bogside von der  Britischen Armee eingekesselt und beschossen, 13 Tote waren zu beklagen, davon 7 Jugendliche. Selbst nachdem der Befehl kam, das Feuer einzustellen, wurden noch weitere 100 Schüsse auf die Menschenmenge abgefeuert. Lange Zeit wurde darüber diskutiert und bei Gericht verhandelt, wer den ersten Schuss abgegeben haben soll. Am 15.06.2010 hat David Cameron im Namen der Britischen Regierung das Ergebnis des Untersuchungsberichtes bekannt  gegeben und sich in aller Öffentlichkeit bei den Familien der Opfer entschuldigt.
Etliche Lieder setzten sich mit diesem Ereignis auseinander, unter anderem Sunday Bloody Sunday der irischen Rockgruppe U2, The Luck of the Irish und Sunday Bloody Sunday von John Lennon, Give Ireland back to the Irish von Paul McCartney, Bloody Sunday der irischen Gruppe Cruachan.
In katholischen Vierteln Belfasts und Derrys erinnern bis heute zahlreiche Wandgemälde an das Ereignis und die Opfer. Teilweise werden sie dabei in einen größeren Zusammenhang irischen Widerstandes gegen britische Herrschaft gestellt.
Nach dem Rundgang auf der Stadtmauer von Derry/Londondarry machten wir noch die Stadt unsicher. Nach einem Bummel durch die Kaufhäuser und die Einkaufsstraße schlenderten wir am Ufer des Foyle entlang, bevor es dann zurück ins Hotel nahe Belfast ging.
Micha am Ufer des Doyle 
von der Stadtmauer aus fotografiert, das Viertel der Loyalisten
 
eine von hunderten Wandmalereien 
Das 14jährige Mädchen war das 100. Opfer des Kampfes, das zerbrochene Gewehr daneben soll den Frieden symbolisieren, der momentan in Nordirland herrscht. 

Die Guild-Hall in Derry/Londonderry 
Blick in die Hinterhöfe, wunderschön, die vielen bunten Türen! 

Dunluce Castle

Eine der schönsten Schlossruinen Irlands ist Dunluce Castle direkt an den Klippen vor dem Atlantik. Das Schloss war bis 1684 im Besitz der McDonalds, als Küchengebäude mitsamt Personal in den Atlantik stürzten. Danach zog man aus und überließ das Schloss sich selbst.

Giants Causeway

Nächster Stopp auf der heutigen Etappe ist das Weltnaturerbe Giants Causeway.  Hier bestaunten wir das Basaltgestein, das der Riese Finn McCool seine Heimat nannte. Am besten war die Geschichte über ihn und den schottischen Riesen. Finn ist über den Damm nach Schottland gegangen, um sich seinen Rivalen anzusehen und ist aus Angst, weil dieser größer war, vor ihm geflüchtet. Der Schottische Riese war auch neugierig und kam nach Nordirland. Finn lief ängstlich in sein Haus zu seiner Frau Una. Die ersann eine List. Ihr Mann sollte sich als Baby verkleiden. Gesagt - getan. Als dann der schottische Riese auf seiner Suche nach Finn auf dessen vermeintlichen Sohn traf, dachte er, wie groß dann wohl erst der Vater sein muss und lief eilig davon. Hinter sich riss er den Damm des Riesen (Giants Causeway) ein, um den Weg für Finn nach Schottland zu versperren.

Bushmille - Destillerie

Weiter gings zur Bushmille Wiskey-Destillerie (mit ey im Wiskey, das e für exellent, weil irischer Wiskey 3x destilliert wird).Hier haben wir aber keine Verkostung mitgemacht, der Alkoholgehalt der Luft hat durchaus gereicht, die Sinne zu vernebeln.

1. Nacht in Nordirland

Noch etwas müde, aber mit vollem Magen machten wir uns auf zum Weltnaturerbe Giants Causeway. Unterwegs haben wir einige Fotostopps eingelegt. Zuerst haben wir die wunderschöne Aussicht auf die Inseln rund um Nordirland und die Buchten genossen. Kennt Ihr den Geruch der Ostseeküste, wenn man gerade aus dem Auto steigt und Richtung Strand läuft? Genauso herrlich riecht es hier!!!!
Wenn man in die Bucht schaut, kann man eine Hängebrücke sehen, die zu einer kleinen Insel führt. Jeder, der sich traut, erhält am anderen Ende ein Zertifikat dafür. (Eine wunderbare verhaltenstherapeutische Maßnahme bei Höhenangst)